Weltmeisterschaft 2006

Fußball ist "ein starkes Stück Leben". Dieses Motto steht im Rückblick über allen Aktivitäten der evangelischen Kirche anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Die EKD hat sich hier in vielfältiger Weise engagiert.

  • Der vom Rat berufene "WM-Pfarrer" Hans-Georg Ulrichs war in der Zeit vom 1. Januar 2005 bis zum 31. Juli 2006 mit einer 50%-Stelle mit dieser Aufgabe betreut. Er hat mit großem Engagement zahlreiche Veranstaltungen vor Ort besucht, Vorträge gehalten, Aktivitäten angeregt und begleitet.

  • Das EKD-Materialheft mit "Ideen und Entwürfen für die kirchliche Arbeit anlässlich der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006TM" wurde in einer Auflage von 10.000 Stück gedruckt, von der nur noch kleine Restbestände übrig sind. Viele Gottesdienste für Kinder und Erwachsene, Gemeindefeste oder Konfirmandenstunden profitierten von den bereitgestellten Textentwürfen und Handlungsvorschlägen.

  • Um den evangelischen Kirchengemeinden die öffentliche Übertragung von WM-Spielen zu ermöglichen, wurden durch die EKD Rahmenverträge mit den Rechteinhabern abgeschlossen. Fast 3.000 Gemeinden aus EKD-Gliedkirchen nahmen das Angebot zur kostenlosen Registrierung für das "public viewing" an. Vor allem aus Kirchengemeinden in Dörfern und kleineren Städten sind eine Vielzahl begeisterter Rückmeldungen eingegangen.

  • Die 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland diskutierte auf ihrer 4. Tagung vom 6. bis 10. November 2005 das Thema "Zwangsprostitution während der Fußballweltmeisterschaft 2006".

  • Der Gottesdienst am Tag des Eröffnungsspiels (9. Juni 2006) in München wurde gemeinsam mit der Deutschen Bischofskonferenz verantwortet; er wurde live vom ZDF übertragen. Die Süddeutsche Zeitung titelte am nächsten Tag mit Bezug auf die Predigt von Bischof Huber: "Fußball ist ein starkes Stück Leben". Im Vorfeld der WM und während der WM fanden auch in anderen Landeskirchen - insbesondere an den WM-Standorten - Gottesdienste statt.

  • Der Johannis-Empfang der EKD in Berlin (22. Juni 2006) fand zur Mitte der Weltmeisterschaft statt, die natürlich auch hier Thema war. Der Ratsvorsitzende nahm aktuelle Eindrücke und grundsätzliche Überlegungen in seiner Rede "Die Welt zu Gast bei Freunden - Ein evangelischer Blick auf das Motto der Fußball-Weltmeisterschaft" auf und wies darauf hin, dass das Motto der WM aus evangelischer Perspektive auch bedeute, dass man "gerade den Fremden gegenüber gastfrei sein" müsse.

  • Am Tag des Endspiels (9. Juli 2006) wurde in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein vom Rundfunk übertragener evangelischer Gottesdienst gefeiert, an den sich ein Empfang anschloss, in dem all denjenigen gedankt wurde, die sich vor und während der WM engagiert hatten.

  • Daneben gab es diverse Kooperationen mit verschiedenen Partnern, beispielsweise dem Diakonischen Werk und seiner Öffentlichkeitsinitiative "Handeln gegen Zwangsprostitution", der Initiative kickoff2006, der vor allem von der Ev. Kirche von Westfalen getragenen Kampagne "fairplay - fairlife" und dem Gemeinschaftswerk Evangelische Publizistik (gep).

  • Die Zielrichtung des Engagements der EKD war es vor allem, Initiativen vor Ort anzuregen und zu unterstützen, Aktivitäten mit den Landeskirchen zu koordinieren, Materialhilfen zur Verfügung zu stellen und durch Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen für ein unkompliziertes Public viewing-Angebot Vorsorge zu treffen. Der weitaus größte Teil der kirchlichen Aktivitäten fand auf der Gemeindeebene und an den zwölf WM-Spielorten statt. Dort hat sich gezeigt, dass es gut ist, wenn die Kirche da ist, wo Menschen bewegt sind.


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Publikationsdatum dieser Seite: 2018-11-22