Pyeongchang 2018

Olympiade und Paralympics

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Abschlussfeier der Winterspiele in Pyeonchang

Der Sportpfarrer Thomas Weber berichtet

Mit einer bunten Abschlussfeier sind die Winterspiele in Pyeonchang zu Ende gegangen. Nach 17 Tagen erlosch die Olympische Flamme. Von Sportlern und Zuschauern gab es großes Lob für die südkoreanischen Gastgeber. Die modernen Sportanlagen entsprachen den Anforderungen und waren der Rahmen für teilweise herausragende Leistungen. Und wir als Zuschauer empfanden die kurzen Wege als wohltuend.  Der Transport zu den Tribünen an den Wettkampfstätten war bestens organisiert. Es gab keine langen Schlangen an den Eingängen oder vor den Sicherheitskontrollen, so dass die Wettkämpfe relativ schnell erreicht werden konnten. Alles ist gut verlaufen, sehr zur Freude der einheimischen Bevölkerung.

Das deutsche Team belegte nach 102 Entscheidungen Platz 2 im Medaillenspiegel mit 31 Medaillen. Ein großer Erfolg! Aber noch viel mehr gilt es, zu unterstreichen, welch´ guter Mannschaftsgeist im gesamten "Team D" herrschte. Da haben sich die jungen Sportler untereinander unterstützt, die Wettkämpfe der Anderen besucht und sich gegenseitig angefeuert. Und wenn dann am Abend die Medaillengewinner des Tages das Deutsche Haus betraten, herrschte eine prächtige Atmosphäre.

Besonders haben wir mit dem Deutschen Eishockeyteam mitgefiebert. Deren Spiele wurden nämlich in Gangneung, der Stadt am Meer, ausgetragen, dort wo wir auch untergebracht waren, sozusagen in unserer Nachbarschaft. Drei Spiele haben wir uns angeschaut, darunter die Matches gegen die Schweiz und Schweden. Wir waren begeistert von der Einstellung, Moral und Leistung der Mannschaft. Das Wir-Gefühl führte zu einer unglaublichen Steigerung im Turnierverlauf. Das olympische Motto "Passion. Connected." traf besonders auf diese sehr sympathische und aufgeschlossene Truppe von Trainer Marco Sturm zu, deren Spieler wir bereits schon auf dem Hinflug nach Südkorea kennengelernt hatten, weil wir in derselben Maschine saßen, die mit 6 Stunden Verspätung in München gestartet war. Da blieb zuvor genügend Zeit zum Austausch und für ein erstes Bekanntmachen.

Dass schließlich die deutschen Eishockeyspieler das Finale um Gold gegen die Olympischen Athleten aus Russland knapp mit 3:4 Toren in der Verlängerung verloren haben, war natürlich schade, weil nur 56 Sekunden zum Griff nach der Goldmedaille fehlten. Aber wer hätte vorher mit einer solchen grandiosen Leistung rechnen können? Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Silbermedaille!

Neben dem hautnahen Erleben der Wettkämpfe, den zahlreichen Begegnungen und den Abendgebeten im Deutschen Haus und im Athletendorf werden mir vor allem auch die vielen Kirchengebäude und Kreuze, die überall zu sehen waren, in bester Erinnerung bleiben. Sie stehen für Gottes Leidenschaft zu uns Menschen und für seine Zusage, dass wir zu seinem weltweiten "Team" gehören dürfen: "Ich habe dich erwählt und ich bleibe bei meiner Wahl. Egal, was kommt. Dies sagt der Schöpfer des Himmels und der Erde."

Sportpfarrer Thomas Weber

 

 

 


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Publikationsdatum dieser Seite: Donnerstag, 22. November 2018 15:35