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EKD-Sportbeauftragter: Während Fußball-EM Missstände in Ukraine nicht vergessen

Berlin (epd). Der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Prälat Bernhard Felmberg, hat zum Auftakt der Fußball-Europameisterschaft am Freitag dazu aufgerufen, auch während des Turniers die politischen Rahmenbedingungen in der Ukraine nicht zu vergessen. Mit den Fußballspielen falle der Fokus der öffentlichen Wahrnehmung und der Berichterstattung auch auf die im Land herrschenden Missstände. Es sei deshalb aber nicht sinnvoll, die EM-Spiele in der Ukraine in Frage zu stellen, schreibt Felmberg in einem Gastbeitrag für die in Berlin erscheinende Wochenzeitung "Die Kirche" (Ausgabe vom 10. Juni).

Zugleich lobte Felmberg die "klaren Signale" deutscher Politiker an die politisch Verantwortlichen in der Ukraine: "Wir dürfen keine Gelegenheit versäumen, deutlich zu machen, dass Deutschland es nicht toleriert, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden", betonte der EKD-Sportbeauftragte, der auch Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der EU ist. Die Fußball-EM wird am Freitag in Warschau eröffnet und endet am 1. Juli mit dem Finale in Kiew.

Während des Turniers beteiligen sich Felmberg zufolge deutschlandweit 1.230 Kirchengemeinden am Public Viewing der Spiele. "Ich hoffe, dass sich alle - Spieler und Fans in ganz Europa - in den kommenden Wochen von der gemeinsamen Freude an den Fußballspielen begeistern lassen. Gewaltlos und in einem fröhlichen Geist - so, wie es dem völkerverbindenden Grundgedanken entspricht. Und damit Fußball trotz allem die schönste Nebensache der Welt bleibt", schreibt der EKD-Sportbeauftragte.

Hintergrund des Public Viewing in Kirchengemeinden ist eine Vereinbarung der EKD mit dem europäischen Fußballverband UEFA zum "public screening" von Fernseh-Live-Übertragungen. Kirchengemeinden, die sich bei der EKD für das "public screening" registriert haben, müssen lediglich für die entsprechende Technik sorgen, eventuell anfallende GEZ-Gebühren bezahlen und ein mögliches Rahmenprogramm gestalten.

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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 16. Januar 2019 16:29