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London 2012 - "Inspire a generation!"

Chistian Bode: Wir Paralympics-Pfarrer sind mittendrin

Die Paralympics sind eröffnet. Mit einer fröhlichen wie emotionalen Show hat London gestern Abend die Delegationen aus 165 Ländern empfangen. Mehr als 4.200 Athletinnen und Athleten kämpfen in den beiden kommenden Wochen in 503 Wettbewerben um Gold, Silber und Bronze. Wir Paralympics-Pfarrer sind mittendrin.

Der Deutsche Behindertensportverband ermöglicht uns den Zugang zu Wettkampfstätten, paralympischen Dorf und dem Deutschen Haus für den Kontakt zur Mannschaft. Von den Offiziellen wurden wir herzlich als fester Bestandteil des deutschen Teams begrüßt. Hans-Gert Schütt und ich freuen uns sehr über diese Wertschätzung des kirchlichen Engagements.

Die deutschen Teammitglieder haben inzwischen die Broschüre Mittendrin erhalten. Sie soll für alle ein geistlicher Begleiter sein mit anregenden Texten zum Entspannen und Besinnen. Morgen, Freitag, feiern wir eine erste Andacht im paralympischen Dorf. Per SMS kommen wir zeitgleich in besonderer Weise an das deutsche Team heran und machen auf diese Weise auf unsere Angebote aufmerksam.

"Nicht jeder hat die Möglichkeit eine Medaille zu gewinnen, aber jeder hat die Möglichkeit, die Welt zu verändern!", rief Sir Philip Craven, der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, den Athletinnen und Athleten im Rahmen der Eröffnungsfeier zu. Eines ist sicher: Die größten Paralympics aller Zeiten werden ein Zeichen setzen für den Sport von Menschen mit Behinderung, für die Menschen mit Grenzen auch in unserer Gesellschaft. Das Motto der Paralympics ist passend: "Inspire a generation!". Unserem ersten Eindruck nach wird das gelingen.

Und dennoch ist klar: Jeder der 150 deutschen Sportlerinnen und Sportler träumt heimlich oder laut von einer Medaille. Es wurde sich jahrelang vorbereitet. Jetzt gilt es auf den Punkt genau die persönliche Bestleistung abrufen zu können. Die Anspannung ist spürbar, die Erwartungen hoch und der Druck, der auf einigen lastet, nicht übersehbar.

Wir wollen mit unseren Angeboten Raum bieten zum Luft holen, aufatmen und auftanken. Gespannt blicken wir auf die Begegnungen mit Teammitgliedern. Der paralympische Geist weht seit gestern in London, hat viele, auch uns Seelsorger, bereits ergriffen.

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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 16. Januar 2019 16:29