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Evangelischer Sportbeauftragter lobt Fußball-Sicherheitspapier

Berlin (KNA) Der Sportbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bernhard Felmberg, hat das umstrittene Sicherheitspapier der Deutschen Fußball Liga (DFL) begrüßt. Das Papier zeige, dass sich beide Seiten angenähert hätten, erklärte Felmberg am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur. Er finde den nun beschrittenen Weg richtig.
 
Zugleich forderte der Sportbeauftragte aber mehr Dialog zwischen Fußballvereinen und Fans. Der DFL sei unter politischen Druck geraten. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) habe deutlich gemacht, dass die Vereine für das, was in ihren Stadien und um diese herum passiere, verantwortlich seien. Deshalb habe die DFL handeln müssen.
 
Der Verein hafte für seine Fans. «Das hat für die Vereine deutlichen wirtschaftlichen Schaden. Wir sehen das gerade bei Dynamo Dresden, die nun wirklich zum Teil mit einigen ihrer Fans geschlagen sind und von daher kann man nur wünschen, dass es eine stärkere Dialogkultur gibt und noch mehr getan wird als bisher sowieso schon.»
 
Felmberg räumte ein, dass einige Punkte des Sicherheitskonzepts weh täten. «Wenn an die Kartenkontingente für Gastmannschaften herangegangen wird, die man unter zehn Prozent schrauben möchte, dann wittern natürlich einige Willkür». Hier müssten noch mehr Gespräche geführt werden, forderte Felmberg.
 
Das DFL-Papier «Sicheres Stadionerlebnis» sorgt seit Wochen für Diskussionen zwischen Politik, DFL, Vereinen und Fans. Es soll am heutigen Mittwoch von den 36 Proficlubs bei der Vollversammlung des Ligaverbandes in Frankfurt verabschiedet werden.

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Publikationsdatum dieser Seite: Mittwoch, 16. Januar 2019 16:29