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Große Betroffenheit nach dem Unfalltod eines Trainers bei Olympia

Rio de Janeiro/Gevelsberg (epd). Der Unfalltod des deutschen Kanu-Trainers Stefan Henze hat nach Worten des evangelischen Olympiapfarrers Thomas Weber große Betroffenheit in der deutschen Mannschaft ausgelöst. Vielen werde in so einer Situation klar, dass Sport nur die eine Seite des Lebens sei, sagte Weber, der in Rio de Janeiro das deutsche Olympiateam betreut, dem Evangelischen Pressedienst. Durch den Tod eines Teamkollegen stellten viele Sportler die Frage nach dem Wert des Lebens. Der 35-jährige Henze war am 15. August an den Folgen eines schweren Verkehrsunfalls während der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro gestorben.

Am Abend des 16. August sollte es eine Gedenkfeier im Olympischen Dorf unter Beteiligung der Seelsorger geben, wie der Pfarrer aus dem nordrhein-westfälischen Gevelsberg sagte. Es gebe in den Pausen immer wieder Gespräche mit den Sportlern. Als Seelsorger stehe er und sein katholischer Kollege Rolf Faymonville zur Verfügung. "Wir merken, dass die Sportler froh sind, dass wir da sind." Im Gottesdienst am Wochenende im Deutschen Haus habe es Fürbitten für Henze gegeben. Die Angehörigen seien inzwischen wieder auf dem Weg nach Deutschland.

Die deutsche Mannschaft sei durch den überraschenden Tod sehr bewegt, sagte der Theologe weiter. "Die Sportler verstehen sich als Team." Henze, der als Assistenzcoach der Slalom-Kanuten in Rio war, sei in der Mannschaft sehr beliebt gewesen. Bei einem Unfall in einem Taxi hatte er ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seitdem lag er in einer neurochirurgischen Spezialklinik.

Zu den Angeboten Webers und seines katholischen Amtskollegen gehören Gottesdienste und Andachten. Der 56-jährige Pfarrer Thomas Weber ist bereits zum sechsten Mal bei den Olympischen Spielen im Einsatz.

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Publikationsdatum dieser Seite: Donnerstag, 22. November 2018 15:34